Hobelbank selber bauen

Einbau Unterschrank


Zu Beginn habe ich alle Reststücke der bisher aufgetrennten Ahorn Pfosten vor mir aufgelegt und die für den Korpus geeigneten Stücke mit der Bandsäge aufgetrennt. Man glaubt es manchmal wirklich nicht, was aus so Restmaterialen noch heraus kommt. Ich habe den gesamten Korpus und die mittlere Lage der selbstgebauten Dreischichtplatte aus den Abschnitten verarbeitet. Darüber hinaus konnte ich auch meine Holzkiste mit Brennholz komplett auffüllen, was der Raumtemperatur sehr zuträglich war.

Allerdings habe ich nicht alle Bretter beidseitig auf 23 Millimeter Stärke aushobeln können. Ich habe daher im Vorfeld 3 Stöße gemacht. Der erste Stoß war auf 23 Millimeter beidseitig ausgehobelt. Die Leisten auf dem zweiten Stoß waren einseitig abgerichtet und auf der gegenüberliegenden Seite allerdings mit dem Messer nur an einigen Stellen auf der Fläche gehobelt.  Beim dritten Stoß hat das Hobelmesser die zweite Seite nicht gehobelt. Ich habe also dann diese Bretter in die zu verleimende Platte integriert. Meine geplante Dicke von



22 Millimeter konnte ich aber dennoch nicht erreichen. Das machte aber nichts. Ich habe einfach die Böden um die paar Millimeter länger gelassen um die fehlende Stärke bei den Häuptern auszugleichen. Nachdem finalen Dickenhobeln habe ich die Bretter dann durch meine Zylinderschleifmaschine gelassen und danach auf Maß an der Kreissäge zugeschnitten. Anschließend habe ich dann eine Nut für die Rückwand in die Häupter und Böden gemacht. 

Als nächstes habe ich dann die Löcher für die Ladenschienen in den Korpus gebohrt und vormontiert. Ich habe mich aufgrund des bereits angenommenen Ausmaßes des Projekts für das Innenleben von IKEA entschieden. Neben dem ausgewucherten Arbeitsaufwand beim Hobelbankbau, war die Kosten-Nutzen Rechnung auch entscheidend. Komplett vorgefertigte Ladenschienen mit Auszügen und Lade selber, kann ich, auch wenn ich es selber produziere nicht um den Preis herstellen den ich beim schwedischen 


Möbelhersteller bezahlt habe. Um den Abstand zwischen den Ladenschienen beidseitig gleich anzeichnen zu können habe ich einfach zwischen der bereits vormontierten Ladenschiene ein Stück Spanplatte gelegt. Das hat mir links und rechts den gleichen Abstand von der einen zur anderen Schiene gegeben. Das ist einfach und man muss nicht so viel ausmessen. Anschließend habe ich die Rückwand mit der Oberfräse einseitig eine kleine Fase gefräst und auf der zweiten Seite habe ich mit der Rauhbank die Rückwand etwas abgeplattet, damit sie sich schön in die Rückwandnut einschieben lässt. Als nächstes habe ich dann am gesamten Korpus die Dübellöcher gebohrt. Ich habe alle Bohrungen auch durch das Haupt gebohrt weil man die Eckverbindung des Kastens schlussendlich nicht sehen wird. Gut man hätte den Korpus auch verschrauben können, allerdings hätte ich das Mittelhaupt sowieso eindübeln müssen. Wegen der paar Löcher mehr war es mir wurscht. Darauffolgend habe ich die Teile ausgeschliffen.

Also auf zur Hobelmaschine. Für die Dreischichtplatte habe ich mir die Leisten aus Nuss und Ahorn ausgehobelt und anschließend zu einer Platte verleimt. Da die Materialen dünn waren habe ich sie nicht wie normalerweise mit Fugzwingen zusammengeleimt sondern direkt auf einer Kunststoffplatte. Zum Spannen habe ich einfache Holzkeile verwendet. Also eine Old-School Methode. Danach habe ich mir die Teile für die Ladenblenden mit etwas Übermaß an der Kreissäge abgeschnitten und zum Kalibrieren durch die 

 


Zylinderschleifmaschine gelassen. Nach dem Einpinseln mit Leim habe ich die Dreischichtplatte dann zusammengeleimt und auf das Endmaß herunter geschnitten. Für die Längsfriese habe ich danach einen Pfosten mit stehenden Jahresringen aufgetrennt und eine Nut eingelassen die ich in weiterer Folge mit dünneren Nussleisten gefüllt habe. Den Überstand der Nussleisten habe ich dann auf der Bandsäge abgeschnitten und abschließend durch den Dickenhobel gelassen. Die Lamellos für die Dreischichtplatte habe ich dann mit der Flachdübelfräse eingesfräst. Eine Dreischichtplatte hat den Vorteil, dass das Holz nicht mehr so stark arbeitet. An der unteren und an der oberen Seite habe ich dann noch Abschlussleisten aufgeleimt. Rechtzeitig zu diesem Arbeitsschritt ist auch meine neue Makita Kantenfräse mit der Post gekommen.


Welche ich gleich verwendet habe, um die Kanten bündig zu fräsen beziehungsweise  in weiterer Folge, um eine kleine Fase an der Rückseite sowie eine Rundung an der Vorderseite der Ladenblende anzubringen. Abschließend habe ich dann die Fronten mit dem Exzenterschleifer ausgeschliffen und mit Hartwachs-Öl behandelt. Da ich bei so schönen Fronten keinen Griff montieren wollte habe ich vor der Montage der Laden dann noch Druckschnapper eingebaut. Nun braucht man die Ladenblenden nur mehr antippen und die Ladenblende kommt heraus. 

 


Natürlich habe ich den Einbauprozess des Unterschranks auch mit einem Video dokumentiert.

 

Du findest es auf meinem YouTube Kanal, unter diesem Link beziehungsweise kannst du einfach das Foto rechts anklicken. Dann kommst du direkt zum Video. Ach ja, ich freue mich über einen Kommentar!